Brauner und Weiser Bernstein Zuckerkristallund Zuckerwürfel auf blauen Tuch

Ungesund und zu süß. Das ist die Bilanz der Essgewohnheiten der Deutschen. Kein sehr wünschenswertes Fazit. Pro Tag verzehrt jeder Einwohner dieses Landes rund 29 Stück Würfelzucker – mehr als doppelt so viel, wie eigentlich gesund ist.

Zuckerfrei Leben!

Inhalt

1. Vorwort
2. Zuckerallergien
3. Zuckerfreie Ernährung
4. Zucker Alternativen
5. Tipps, um zuckerfrei zu bleiben
6. Zuckerfreie Rezepte
7. Zucker in bestimmten Lebensmitteln
8. Schlusswort

1. Vorwort

Oft ist es den Menschen aber nicht einmal bewusst, denn Zucker kann sich in fast allen Lebensmitteln verstecken. Oft aber sind es gerade die fertigen Produkte, die viel zu viel des süßen Stoffes enthalten. Und das müssen dann nicht nur Kuchen, Süßigkeiten oder Soft Drinks sein. Nein, auch Fast Food allgemein enthält Unmengen an Zucker.

Das Problem an Zucker, sind seine Folgen. Schon ein kleines Stück des weißen Stoffs enthält ganz viele Kalorien. In vielen Fällen führt eine zu große Zufuhr dann zu Übergewicht und oftmals auch zu schwerwiegenden Krankheiten – beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck.

Zucker existiert in unzähligen verschiedenen Arten, bezeichnet aber hauptsächlich einen kristallartigen Stoff, welcher süß ist und aus Pflanzen gewonnen wird.

Normalerweise wird er aus Zuckerrohr oder eine Zuckerrübe gewonnen, meist aus USA, Brasilien oder China. Jeder Deutsche ist in etwa 32,7 Kilogramm Zucker pro Jahr und das ist eigentlich eindeutig zu viel.

Das Wort „Zucker“ geht auf das altindische Wort „Sanskrit“ zurück. Das bedeutet Grieß oder Geröll – eine Anlehnung an die Beschaffenheit des Stoffes. Das eigentliche Wort wurde aber im Europa des Mittelalters eingeführt und wurde erstmals im 13. Jahrhundert verwendet.

Das ist die Geschichte des Zuckers in kurzer Form:

• 8000 v.Chr.: Erste Funde von Zuckerrohr in Polynesien

• 6000 v.Chr.: Zuckerrohr taucht in Indien und Persien auf

• 1100 n.Chr.: Zucker gelangt durch Kreuzfahrer nach Europa – zunächst als Luxusgut und für die Medizin

• 1500: Zuckerrohr wird weltweit auf großen Plantagen angebaut

• Ende 16. Jahrhundert: die moderne Zuckerraffinierung entwickelt sich

• 1747: Zuckergehalt in Zuckerrübe wurde entdeckt

• 1801: Die erste Zuckerfabrik der Welt entsteht in Schlesien

• 1840: Der erste Würfelzucker der Welt entsteht

Nachdem 1774 von Andreas Sigismund Marggraf nachgewiesen wurde, dass in Rüben auch Zucker enthalten ist, entwickelte sich langsam die industrielle Herstellung des Zucker – rund um 1825. Auch die Landwirtschaft profitierte davon deutlich, denn sie war in der Lage Rüben mit besonders hohem Zuckeranteil zu züchten. Chemiker automatisierten am Ende den Prozess der Herstellung von Zucker und gestalteten den wesentlich einfacher.

Wie wird denn nun einfacher Zucker eigentlich hergestellt?

Zunächst einmal müssen die Rüben geerntet, gereinigt und noch zerkleinert werden. Es entstehen sogenannte „Zuckerrübenschnitzel“, die dann ins heiße Wasser gegeben werden. So löst sich der enthaltenen rohe Zucker. Durch bestimmte Kalkmilch werden dann alle unnötigen Stoffe im Saft gebunden.

Der restliche Saft wird nun weiter eingedickt – das geschieht unter großem Unterdruck. Das Wasser muss verdampfen, aber der Zucker darf auf keinen Fall kristallisieren. Impfkristalle werden nun zu der Masse gegeben und so erreicht der Zucker seine typische Kristallform. Durch Zentrifugen wird nun noch der Sirup vom Zucker gelöst.

Das sind die bedeutendsten Hersteller und Produzenten des Zuckers:

• Brasilien
• Indien
• Thailand
• Frankreich
• Deutschland
• Polen

Hier in Deutschland wird im Jahr pro Kopf sehr viel Zucker verzehrt – das ist natürlich nicht sehr gesund. Trotzdem gibt es Länder, wo die Statistik noch schlimmer aussieht:

• Trinidad und Tobago (51,47 Kilogramm Zucker pro Jahr)
• Barbados (51,27 Kilogramm Zucker pro Jahr)
• Schweiz (50,95 Kilogramm Zucker pro Jahr)

Also ist klar – weniger Zucker ist besser!

Doch wie erkennt man gefährdete Lebensmittel und reduziert so die Zufuhr an Zucker zum eigenen Körper?

Mit ein paar Tipps und Tricks ist das am Ende gar nicht so schwer und man erfährt auch noch, wie man mit einem potentiellen Entzug umgeht und eine eigene Sucht nach Zucker entdecken und behandeln kann.

zucker Brauner Bernstein Zuckerkristall auf Holzstab und Zuckerwürfel.

Leben ohne Zucker. Zuckerfrei – das kann befreiend sein!

2. Zuckerallergien

Weit verbreitet ist der Glaube, dass Zucker nur Auswirkungen auf einen Diabetiker hat. Doch das ist falsch – Zucker betrifft alle Menschen.

Aber das muss nicht einmal negativ sein, denn ein gesunder Konsum von Zucker ist sogar sehr wichtig für den Körper. Natürlich wird der Blutzuckerspiegel beeinflusst, aber er wirkt auch auf das Gehirn, die Blutbahnen und das Herz. Gefährlich wird der Zucker nur, wenn die zugeführte Menge aus dem Gleichgewicht gerät.

Lebensmittel ohne Zucker? Das scheint fast schon unmöglich, denn die meisten industriell gefertigten Produkte enthalten ihn. Er süßt Mahlzeiten – macht sie schmackhafter – und bringt die benötigte Energie für den Körper. Aber natürlich wirkt Zucker noch viel mehr auf den Körper.

Zucker wird sehr schnell vom Körper aufgenommen und gelangt so auch rasch ins Blut. Viele andere Stoffe benötigen dafür eindeutig länger. Auch die Wirkung zeigt sich sofort – der Blutzuckerspiegel steigt gleich an. Dadurch wird dann zum Ausgleich Insulin ausgeschüttet. Es löst den Zucker wieder aus dem Blut und verteilt ihn an andere Bereiche des Körpers. Insulin bewirkt außerdem, dass sich der Verzehr von Süßigkeiten so gut anfühlt. Es arbeitet nämlich eng mit der Produktion des Glückshormons Serotonin zusammen. Darum macht süße Nahrung glücklich.

Man glaubt es kaum, aber auch der zu niedrige Konsum von Zucker ist schädlich für den Körper – auch bei Menschen, die nicht an Diabetes leiden. Zu niedrige Blutzuckerwerte entstehen beispielsweise durch zu wenig Nahrung oder, wenn man gerade eine Diät macht.

Die Anzeichen dafür sind meistens eindeutig:

• Zitterattacken
• Heißhunger
• kalter Schweiß

Man sollte diese Anzeichen nicht auf die leichte Schulter nehmen, da sie Notsignale des Gehirns darstellen. Am besten ist es nun schnellstmöglich ein sehr zuckerhaltiges Getränk zu sich zu nehmen. Aber auch Traubenzucker kann helfen.

Zu viel Zucker – vor allem durch eine regelmäßige zuckerreiche und ungesunde Ernährung – ist sehr ungesund für den Körper und kann dick machen. Das ist den meisten Menschen auch bekannt. Es kann aber auch die Gesundheit nachhaltig schädigen und zur Diabetes führen. Neuerdings wurde durch Studien sogar festgestellt, dass zu viel Zucker in Nahrungsmitteln für Kinder auch ein Auslöser von ADHS sein kann – der Hyperaktivität. Außerdem steht fest, dass es langfristig zu einer Zuckersucht komme kann.

Wieso?

Sobald Zucker seinen Platz im Blut findet, wird ein ganz spezielles Hormon freigesetzt. Das Glückshormon Dopamin. Das wird aber auch frei, wenn man Drogen konsumiert. Das Gehirn gewöhnt sich also genauso an den Zucker. Um dennoch den „Rausch“ des Glücks zu erhalten, muss man nun immer größere Mengen an Zucker zu sich nehmen. So entsteht am Ende die Zuckersucht.

4. Zuckerkrankheiten

Menschen und Tiere erhalten ihre Energie nur, wenn sie essen – anders als bei Pflanzen, welche diese auch beispielsweise durch das Licht aufnehmen können. Nahrung wird im Körper zu einem sehr großen Teil zu Glucose – Traubenzucker umgewandelt. Dieser Stoff ist einer der wichtigsten Energielieferanten.

Nun muss aber diese Glucose von dem Blut auch in jede einzelne Körperzelle gelangen. Benötigt wird dafür Insulin. Das ist übrigens ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse entsteht.

Eine Zuckerkrankheit – auch als Diabetes bekannt – entsteht nun, wenn viel zu wenig Insulin vorhanden ist. Glucose gelangt dann nicht mehr in die einzelnen Zellen, sondern wird sich im Blut ansammeln. Diabetes entspringt also aus dem Mangel an Glucose in de Zellen, wiederrum aber auch aus dem viel zu hohen Anteil der Glucose im Blut. Dadurch wird auch Arteriosklerose gefördert.

Allgemein gibt es die zwei Formen von Diabetes:

Typ-1-Diabetis

Diese Form tritt meist in jüngeren Jahren auf, zum Beispiel als Kind. Durch noch nicht ganz erforschte Vorgänge werden die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Produktion von Insulin verantwortlich sind, zerstört. Ein großer Mangel an diesem Hormon entsteht.

Typ-2-Diabetis

Das tritt meist erst bei Erwachsenen um das 45. Lebensjahr oder später auf. Etwas Insulin wird dabei trotzdem gebildet, aber die Zellen können es nicht mehr richtig aufnehmen. Eine Resistenz ist entstanden. Viel zu viel Glucose bleibt also im Blut.

Diabetes ist eine Erkrankung, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte, das zeigen auch die folgenden Fakten, die zum Nachdenken über den persönlichen Konsum von Zucker anregen sollen:

• Fast jeder 3. Erwachsene hat eine Zuckerkrankheit.

• Arteriosklerose wird gefördert und das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls wird bei Diabetikern um ein Vielfaches erhöht. Auch Durchblutungsstörungen – beispielsweise in den Beinen treten öfter auf.

• Auch Augen und Nieren sind betroffen. Diabetes kann sogar häufig zum kompletten Erblinden führen.

Zum Glück kann man aber eine Diabetes Typ 2 sehr gut vorbeugen. Das Geheimnis ist einfach nur eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Auch Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden. Sollte es trotzdem zur Diabetes kommen, dann kann aus mit Tabletten oder Injektionen behandelt werden.

Außerdem ist dann natürlich die regelmäßige Kontrolle der Werte Pflicht. Ist man da nachlässig, können Spätfolgen und andere Erkrankungen daraus entstehen.

Das können die typischen Anzeichen für eine Zuckerkrankheit sein:

• Starker Durst
• Leistungsabfall
• Häufige Hautinfektionen

Bemerkt man diese Symptome, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der kann dann eine Diagnose stellen, indem er den Anteil an Glucose im Blut feststellt. Der Grenzwert liegt hier bei 6,1 mmol/l. Natürlich, wenn die Kontrolle im nüchternen Zustand erfolgt.

Leidet man Diabetes, folgen manchmal auch andere Krankheiten. Übergewicht, zu hohe Blutfettwerte und erhöhter Blutdruck sind ständige Begleiter. Diese Erscheinungen werden von Experten dann als metabolisches Syndrom bezeichnet. Dieses Syndrom ist ein großes Risiko für das Herz, denn die Gefahr einen Infarkt zu erleiden, ist bis zu fünfmal so hoch, wie bei gesunden Menschen.

Früher gab es zur Behandlung der Diabetiker eine spezielle Diabetes-Diät, dabei waren alle Speisen tabu, die Zucker enthielt. Doch das ist mittlerweile ziemlich veraltet, denn ab und an darf auch eine Süßigkeit genascht werden. Nur übertreiben sollte man dabei nicht. Eine echte Diät ist übrigens auch nur nötig, wenn man wirklich an starkem Übergewicht leidet.

Ein Diabetiker kann also fast genau das Gleiche essen, wie ein gesunder Mensch. Trotzdem sollte man auf eine ausgeglichene und auch gesunde Ernährung achten. Leidet man an Diabetes, dann ist es auch besser kleinere, aber öfter Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Ein Tipp – was Diabetikern hilft, kann auch für Gesunde nicht wirklich schädlich sein.

Aber gibt es eigentlich eine richtige Zuckerallergie. Die Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden, denn gemeint ist meist eine Zuckerintoleranz.

Diese Erkrankung ist ein Überbegriff für 6 verschiedene Erkrankungen und äußert sic mit folgenden Symptomen.

• Blähungen
• Schlafstörungen
• Bauchschmerzen
• Übelkeit
• Kopfschmerzen
• Depressionen

Saccharoseintoleranz

Bei dieser Krankheit fehlt dem Betroffenen ein spezielles Enzym und er verträgt keinen normalen Haushaltszucker. Diese Intoleranz kann schon bei Geburt entstehen.

Laktoseintoleranz

Diese Krankheit ist in Deutschland weit verbreitet und auch hier fehlt dem Erkrankten ein Enzym. Der Zucker in Milch und deren Produkten wird nicht vertragen.

Sorbitintoleranz

Sorbit gehört zu den Zuckeralkoholen und ist in zahlreichen von der Industrie gefertigten Lebensmittel vorhanden. Bei Betroffenen lässt der Darm diesen Stoff einfach nicht durch und er kann nicht abgebaut werden. Die üblichen Symptome treten auf.

Intestinale Fruktoseintoleranz

Das bezeichnet die häufigste Intoleranz gegenüber Fruchtzucker. Etwa ein Drittel der Menschen dieser Welt leiden daran. Das Protein, welches zum Transport der Fruktose gedacht ist, funktioniert nicht sehr. Das kann ein vorrübergehender Zustand sein, aber auch anhalten.

Hereditäre Fruchtzuckerintoleranz

Diese Erkrankung tritt viel seltener auf. Dabei ist einfach der Stoffwechsel des Fruchtzuckers im Körper gestört. Es handelt sich dabei um eine Erbkrankheit und sie beruht auf dem Fehlen eines Enzyms in der Leber. Eine Unterzuckerung kann die Folge sein.

Galaktoseintoleranz

Das bezeichnet Einfachzucker, der oft als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Eigentlich wird er im Dünndarm aufgenommen. Ein Enzym müsste in nun verarbeiten, doch bei dieser Erkrankung ist es defekt. Zu viel Galaktose bleibt im Blut.

3. Zuckerfreie Ernährung

Eigentlich meinen die meisten Menschen genau zu wissen, in welchen Lebensmitteln besonders viel Zucker enthalten ist. Leider ist das oft ein Irrglaube, denn Zucker versteckt sich in den meisten industriell gefertigten Speisen – übrigens auch in den sauren und scharfen.

Als ein gutes Beispiel dienen fertige Saucen oder in fertig angemachten Salaten. Bis zu 19 ganze Zuckerwürfel können hier in einer einzigen Packung enthalten sein.

Hochwertige Inhaltsstoffe findet man eher selten, dafür aber reichlich Zucker. Der ist nämlich ziemlich günstig und bringt gleichzeitig noch viel Geschmack in die jeweilige Speise. Man kann ihn individuell einsetzen, so findet man ihn auch oft in Nahrungsmittel, wo man ihn gar nicht vermutet. Vor allem in Produkten für Kinder ist oft mehr Zucker enthalten, als gedacht. Man bemerkt es nicht einmal und das kann gefährlich werden.

Wie viel Zucker aber genau in einem Produkt steckt, ist von außen häufig nur schwer zu erkennen. In den Nährwerttabellen finden sich oft erste Anhaltspunkte, jedoch wird dort der Anteil von Zucker oft geringer dargestellt, als er wirklich ist. Das liegt daran, dass nur reiner Zucker benannt wird. Andere Süßungsmittel müssen nicht angegeben werden. Einzig in den Listen der Zutaten sind sie zu finden, aber auch nur schwer zu erkennen, denn sie haben über 70 verschiedene Namen.

Dazu zählen zum Beispiel:

• Dextrose
• Glukose-Sirup
• Gerstenmalzextrakt
• Traubensüße

Aber leider auch viele Begriffe aus der Chemie, die den wenigsten Menschen bekannt sind.

Viele Konsumenten vertrauen auf der Versprechen der Hersteller – die Produkte enthalten angeblich keinen Zucker und sind weniger süß. Dieses Vertrauen sollte aber nicht zu stark sein, denn meist ist trotzdem Zucker dabei. Nicht in reiner Form, aber als Konzentrat. Das führt zu einem hohen Zuckergehalt ohne als Zuckerzusatz zu gelten.

Es ist schon fast unverschämt, dass es den Verbrauchern so erschwert wird, versteckten Zucker in Lebensmitteln deutlich zu erkennen. Schließlich geht es ja um die wichtige Gesundheit eines Einzelnen. Und die komplizierten Namen und Werten sind nicht jedem Menschen gut bekannt.

In den letzten Jahren wurde allerdings eine gute Alternative vorgeschlagen – die Lebensmittel-Ampel.

Wie funktioniert das?

Ganz einfach, auf einem Produkt werden die Farben Rot, Gelb und Grün aufgedruckt. Ganz genau wie bei einer Ampel. Sie stehen für viele, mittel und wenige enthaltene Stoffe in einem Lebensmittel. Das funktioniert natürlich auch für Zucker. So kann man schnell vergleichen, wo mehr Zucker enthalten ist und kann auf diese schädlichen Produkte leichter verzichten.

Das einzige Problem an der Sache – die Lebensmittelindustrie ist gegen diese einfache Alternative zur Kennzeichnung von Lebensmitteln. Auch das europäische Parlament lehnte 2010 die Ampel ab.

Wer regelmäßig eine große Menge an Zucker zu sich nimmt, der schadet nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern riskiert auch abhängig zu wieder. Es existiert nämlich eine Zuckersucht. Der Konsum wird zur Gewohnheit und man denkt gar nicht mehr darüber nach, wie viel Zucker man zu sich nehmt. Fettleibigkeit ist oft die Folge, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sieht man die eigene Zuckersucht erst ein, ist man schon auf einem guten Weg. Jetzt muss man nur noch was dagegen machen. Am besten hilft da eine Kur zur Entgiftung von Zucker.

Anfangs werden die meisten Speisen wohl nicht so wirklich schmecken, man möchte schließlich Zucker. Mit der Zeit gewöhnt sich dann aber der Körper daran und das Wohlbefinden wird nach und nach besser.

Bei der Kur zur Entgiftung von Zucker ist eine gesunde Ernährung das A und O. Eine Kur ohne die entsprechenden Lebensmittel hätte nicht viel Sinn.

Alles fängt schon beim Frühstück an. Hier wird empfohlen, vor allem viele Produkte aus Vollkorn und Obst zu verzehren. Gesüßte Lebensmittel sind dabei tabu. Als Alternative eignet sich optimal Bienenhonig.

Beim Mittagessen sollte besonders auf fertige Speisen verzichtet werden. Nicht nur, dass dort viel Zucker enthalten ist, auch viele Chemikalien gehören zu den Inhaltsstoffen. Auch auf Produkte, die viele Natrium oder Farbstoffe enthalten, sollte unbedingt verzichtet werden – besser sind ein frischer Salat oder auch gegrilltes Gemüse.

Nachmittags hat man oft Hunger auf einen Snack, denn Müdigkeit tritt auf und Energie wird dringend benötigt. Der Griff zu verschiedenen Süßigkeiten ist jetzt aber keine gute Idee, denn Nüsse und Obst sind hier viel gesünder.

Wenn das Abendessen ansteht, wählt man am besten eine Mahlzeit aus Vollkorngetreide. Pasta oder ein spezielles Brot wären da ideal. Das kann dann zusammen mit Hühnchen und Gemüse serviert werden. Damit die Verdauung aber ordentlich funktioniert, sollten eher kleinere Portionen gegessen werden.

Bei jeder Mahlzeit ist es also wichtig, den Zucker zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil davon ist übrigens auch, dass gleichzeitig der Säuren-Basen-Haushalt wieder in das Gleichgewicht gelangt. Außerdem wird eine Infektionskrankheit verhindert – Kandiose. Diese Pilze ernähren sich nämlich von Zucker.

Tipp – wenn man besonders viel Lust auf Kohlenhydrate hat, dann ist es definitiv an der Zeit für eine Kur zur Entgiftung von Zucker. Die ersten paar Tage sollte dabei komplett auf süße Lebensmittel verzichtet werden – auch auf Ersatzstoffe. Die kann man aber später wieder in den Speisplan bringen.

Darauf sollte auch bei einer Kur geachtet werden:

• Sport treiben – Sport lenkt ab, übrigens auch von der Lust auf Zucker. Außerdem bringt er viel mehr wichtige Energie für den Körper. Kalorien werden abtrainiert und Giftstoffe ausgeschieden. Auch einfaches Gehen hilft bereits. Das kann dann natürlich weiter gesteigert werden.

• Frische Nahrung – Zucker zu vermeiden funktioniert am besten, wenn man gar keinen im Haus hat. Deswegen sollte jeglicher Zucker vor einer Kur entsorgt werden. Nur noch erlaubte Produkte kommen in den Einkaufswagen.

Die Umstellung wird am Anfang sehr schwer sein, da Zuckersucht allgegenwärtig ist. Die Lust auf eine Süßigkeit wird an erster Stelle stehen, doch mit viel Wille ist alles machbar.

Dem Körper etwas Gutes tun und nebenbei noch ein paar Kilos verlieren?

Das ist eine gute Idee und perfekt mit einem Zuckerentzug möglich. Dabei wird ja bekanntlich für eine Weile – oder auch länger – auf Zucker zu verzichten.

Dass das aber kein Spaziergang wird, sollte jedem klar sein. Umso mehr Zucker man vorher konsumiert hat, umso schlimmer sind die Nebenwirkungen bei einem Entzug. Teilweise schwere körperliche und geistige Symptome können dem Körper besonders in den ersten Tagen sehr viel Kraft rauben. Sicher ist dann etwas hilfreich, wenn man vorher weiß, was passieren kann. Natürlich sieht ein Entzug bei jedem Menschen anders aus.

Das sind die typischen körperlichen Nebenwirkungen eines Zuckerentzugs:

• Kopfschmerzen
• Schlaflosigkeit
• Aggressivität, Leistungsabnahme und niedergeschlagenes Gefühl
• Gedanken kreisen immer um süßes Essen

Aber keine Angst – selbst, wenn alle diese Symptome auftreten, das ist vollkommen normal. Man sollte eher gelassen darauf reagieren, anstatt sich nur noch verrückt zu machen.

Die Erscheinungen treten auf, da durch den fehlenden Zucker der Blutzucker für eine Weile abfällt und erst wieder sein gesundes Gleichgewicht erreichen muss.

Nach spätestens einer Woche ist aber wieder alles weg und man fühlt sich meistens blendend. Das ist immer so.

Die Haut kann auch etwas unebener wirken. Der Grund dafür ist, dass der Körper sich erst einmal auf das Entgiften einstellen muss. Er wird damit starten, schädliche Schlacken aus Säure im Körper zu lösen – die werden dann über die Haut ausgeschieden. Aber das reguliert sich nach einer Weile auch wieder. Nur keine Panik.

Nun zu den geistigen Nebenwirkungen des Entzugs:

• Zucker als „Trostpflaster“ fehlt
• unangenehme Gefühle
• schwere Gedanken

Bei all diesen Nebenwirkungen muss einem aber bewusst werden, dass sie wirklich nur zeitlich gebunden sind und ein kleines Opfer auf dem Weg zum Erfolg darstellen. Ein Entzug vom Zucker ist immer eine gute Entscheidung.

Manchmal im Leben muss man sich entscheiden – dem Hunger nachgeben oder etwas für den eigenen Körper machen? Die Antwort sollte hier natürlich ganz klar sein.

Allein durch Zucker nimmt jeder Mensch am Tag im Durchschnitt etwa 300 Kalorien zu sich. Auf das Jahr hochgerechnet sind das sehr viele – zu viele. Denn nur wenige Kalorien sollten überhaupt durch Zucker aufgenommen werden. Bei einem erwachsenen Menschen heißt das ungefähr 25 Gramm. Oder ein kleiner Schokoriegel. Wissenschaftler warnen sogar davor, dass Zucker in sehr großen Mengen schädlicher als Rauschmittel sein kann.

Also Schluss damit!

So ein Entzug von Zucker bringt nämlich noch viel mehr Vorteile für den Körper, als man denkt.

• Herzklopfen – Vor Freude. Denn der Verzicht auf den süßen Stoff, macht die Funktionen des Herzens wieder ganz normal. Wer nämlich zu viel Zucker zu sich nimmt, der produziert am Ende auch zu viel Insulin. Blutdruck und die Frequenz des Herzens werden steigen. Schon nach kurzer Zeit ohne Zucker, reguliert sich alles wieder von ganz alleine.

• Reine Haut – Von den hässlichen Pickeln auf der Haut kann man sich schon einmal verabschieden. Bekannt ist nämlich – Zucker führt zu Entzündungen und die wiederrum sind die Ursache für Akne. Außerdem reagiert er schnell mit dem Eiweiß in der Haut. Fasern werden verklebt und die Haut wirkt weniger weich. Schon eine Dose eines zu süßen Drinks kann diesen Effekt auslösen.

• Bessere Laune – Während des Entzugs vom Zucker ist es besonders schlimm – schwere Gedanken und schlechte Laune. Doch natürlich wird es besser. Nach einer längeren Zeit ohne Zucker ist der allgemeine Gemütszustand viel besser. Das Risiko an Depressionen zu erkranken wird geringer und das eigenen Lächeln ist immer echt.

• Besser Schlafen – Wer viel Zucker zu sich nimmt, der fällt gerade nachmittags oft in einen tiefen Schlaf, denn da entsteht ein richtiges Tagestief. Das fällt aus, wenn man keinen Zucker konsumiert. So kann man dann auch abends besser einschlafen und Störungen werden vermieden. Zucker gilt nämlich als Ursache dafür, da ein hoher Blutzuckerspiegel den Körper antreibt und auch in der Nacht noch wach hält.

• Gewicht reduzieren – Auc