Mini-Monster und andere Tier-Babys: Wie heißen die kleinen Schnuckelchen?

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Mini-Monster und andere Tier-Babys: Wie heißen die kleinen Schnuckelchen?

Das kleine Kalb tapst unsicher über die Weide, während seine Mutter geduldig zusieht. Ein paar Meter weiter hüpft ein Lamm zwischen den Schafen herum, und am Te

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Das kleine Kalb tapst unsicher über die Weide, während seine Mutter geduldig zusieht. Ein paar Meter weiter hüpft ein Lamm zwischen den Schafen herum, und am Teich schwimmen die Entenküken in einer perfekten Reihe hinter ihrer Mutter her. Die Tierwelt steckt voller bezaubernder Bezeichnungen für ihre Jüngsten – und manche davon überraschen selbst Naturliebhaber.

Säugetiere: Von Welpen bis zu Fohlen

Bei den Säugetieren herrscht eine faszinierende Vielfalt an Bezeichnungen. Während fast jeder weiß, dass Hundebabys Welpen heißen und Katzenkinder als Kätzchen durchs Leben tapsen, wird es bei anderen Arten schon interessanter. Pferdebabys sind Fohlen, wobei weibliche Fohlen auch Stutfohlen und männliche Hengstfohlen genannt werden.

Rinder bringen Kälber zur Welt, Schweine haben Ferkel, und Schafe bekommen Lämmer. Ziegen hingegen gebären Zicklein oder einfach Kitzlein. Besonders charmant wird es bei den Rehen: Ihre Babys heißen ebenfalls Kitz, genau wie die Jungen der Ziegen. Hirsche bringen Hirschkälber zur Welt, während Wildschweine ihre Frischlinge großziehen.

Hasen und Kaninchen sorgen für eine weitere sprachliche Besonderheit: Ihre Jungen werden sowohl als Häschen als auch als Kaninchen bezeichnet, je nach Art der Eltern. Eichhörnchen ziehen ihre Kobel groß – ein Begriff, der auch für ihr Nest verwendet wird.

Vögel: Küken, Gössel und andere Federbälle

Die gefiederte Welt bietet ebenfalls eine reiche Palette an Bezeichnungen. Der allgemeine Begriff Küken deckt die meisten Vogelbabys ab, doch viele Arten haben ihre eigenen speziellen Namen. Hühner schlüpfen tatsächlich als Küken, während Enten ihre Entenküken oder auch Entchen zur Welt bringen.

Gänse haben Gössel – ein Begriff, der selbst vielen Tierfreunden unbekannt ist. Schwäne ziehen ihre Schwanenküken groß, die auch als Cygnets bezeichnet werden, ein Wort aus dem Englischen, das sich auch im Deutschen etabliert hat. Störche bringen Storchenjunge zur Welt, während Eulen ihre Eulenjungen oder Käuzchen aufziehen.

Besonders poetisch wird es bei den Greifvögeln: Adler haben Adlerjunge, Falken ziehen Falkenjunge groß, und Habichte kümmern sich um ihre Habichtjungen. Singvögel wie Amseln, Meisen oder Finken bringen meist einfach Jungvögel oder Nestlinge zur Welt.

Wasserbewohner: Von Fischlaich zu Robbenkindern

Unter Wasser wird die Namensgebung noch vielfältiger. Die meisten Fische beginnen ihr Leben als Larven oder Jungfische, doch manche Arten haben spezielle Bezeichnungen. Lachse beispielsweise durchlaufen verschiedene Stadien: Vom Alevin über den Parr bis zum Smolt, bevor sie ausgewachsene Lachse werden.

Haie bringen lebende Haijunge zur Welt oder legen Eier, aus denen Haibabys schlüpfen. Wale gebären Kälber – ja, genau wie Rinder! Delfine haben ebenfalls Kälber, während Robben ihre Robbenbabys oder Heuler zur Welt bringen. Der Begriff Heuler bezieht sich allerdings speziell auf verwaiste oder von der Mutter getrennte Robbenjunge.

Seeotter ziehen Otterküken groß, und Pinguine – obwohl Vögel – haben ihre eigenen Pinguinküken, die oft als Küken oder liebevoll als Pinguin-Babys bezeichnet werden.

Exotische Arten: Ungewöhnliche Namen für besondere Tiere

Exotische Tiere bringen oft überraschende Bezeichnungen mit sich. Elefanten haben Elefantenkälber, Giraffen bringen Giraffenkälber zur Welt, und Nashörner ziehen Nashorn-Kälber groß. Das Wort Kalb scheint bei großen Säugetieren besonders beliebt zu sein.

Kängurus tragen ihre Joeys im Beutel – ein Begriff, der für alle Beuteltiere verwendet wird. Koalas haben ebenfalls Joeys, genau wie Opossums und andere Beuteltiere. Faultiere ziehen ihre Faultierbabys groß, während Affen verschiedene Bezeichnungen haben: Affenjunge ist der allgemeine Begriff, doch Schimpansen haben Schimpansen-Babys und Gorillas Gorilla-Junge.

Besonders charmant sind die Namen bei kleineren Exoten: Igel haben Igelchen, Fledermäuse bringen Fledermausjunge zur Welt, und Stachelschweine ziehen ihre Stachelschweinchen groß. Pangoline – die schuppigen Säugetiere – haben Pangolin-Babys, während Erdmännchen ihre Erdmännchen-Welpen in Gruppen aufziehen.

Reptilien und Amphibien: Schlüpflinge und Metamorphose-Künstler

Reptilien und Amphibien haben ihre ganz eigenen Regeln. Schildkröten schlüpfen als Schlüpflinge aus ihren Eiern, ein Begriff, der auch für viele andere Reptilien verwendet wird. Schlangen bringen Schlangenjunge zur Welt, während Echsen ihre Echsenjungen großziehen.

Krokodile haben Krokodiljunge, die oft liebevoll als Baby-Krokodile bezeichnet werden. Leguane ziehen Leguan-Babys groß, und Chamäleons kümmern sich um ihre Chamäleon-Jungen.

Bei Amphibien wird es besonders interessant, da sie eine Metamorphose durchlaufen. Frösche beginnen als Laich, werden zu Kaulquappen und schließlich zu ausgewachsenen Fröschen. Kröten folgen dem gleichen Muster: Krötenlaich wird zu Krötenkaulquappen. Salamander und Molche haben Larven, die sich zu Jungtieren entwickeln.

Die Wissenschaft hinter den Namen

Diese Vielfalt an Bezeichnungen spiegelt nicht nur sprachliche Kreativität wider, sondern auch wissenschaftliche Präzision. Viele Namen beschreiben charakteristische Eigenschaften der Jungtiere: Ferkel kommt vom althochdeutschen farhelin“ und bezieht sich auf das gefleckte Aussehen neugeborener Schweine. Fohlen stammt vom germanischen fulanan“ ab, was das Folgende“ bedeutet – ein Hinweis darauf, wie die Jungen ihrer Mutter folgen.

Manche Bezeichnungen sind rein beschreibend: Schlüpflinge schlüpfen aus Eiern, Nestlinge leben im Nest, und Säuglinge (ein Begriff, der übrigens auch für Menschenbabys verwendet wird) ernähren sich von Muttermilch. Andere Namen wie Joey für Beuteltiere haben ihren Ursprung in der englischen Sprache und wurden übernommen, weil sie präzise und international verständlich sind.

Die Tierwelt zeigt uns durch ihre Namensvielfalt, wie reich und nuanciert unsere Beziehung zu anderen Lebewesen sein kann. Jede Bezeichnung trägt Geschichte, Beobachtung und oft auch eine Portion Zärtlichkeit in sich – von den tapsigen Kälbern auf der Weide bis zu den winzigen Kolibriküken in ihren münzgroßen Nestern.

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